Warum Kälte mehr als nur kalt ist

Ich dusche seit jeher gern und lange. Ich habe immer bei angenehmen 30 Grad geduscht, um ein Gefühl der Gemütlichkeit zu erzeugen.

Eingehüllt in warmes prasselndes Wasser kann ich eine ganze Weile die Augen geschlossen verbringen.

Nach dem Duschen habe ich mich immer wohl gefühlt, war aber nie wirklich irgendwie energetisch besonders aufgeladen. Ich war erfrischt und sauber und habe immer gut gerochen. So lässt sich der Effekt der Dusche wohl am besten beschreiben.

Dann hörte ich von Menschen, die tatsächlich den Wasserhahn auf Kalt drehen und sich dann unter die Dusche stellen. Ich las von positiven Effekten für die Gesundheit und wurde neugierig. Die Vorstellung, kalt zu duschen, war allerdings lange Zeit doch sehr ungeheuerlich.

Warum aber überhaupt kalt duschen?

Kälte wird in vielerlei Hinsicht als gesundheitsfördernd betrachtet.

Sie ist gut:

  • für den Kreislauf
  • für das Herz
  • für glänzendes Haar
  • für den Energiespiegel
  • für die Stimmung
  • gegen Infektionen
  • für das Selbstvertrauen

Setzen wir unseren Körper der Kälte aus, stoppt unser Körper automatisch den Blutzufluss zu den Körperteilen, die weniger lebenswichtig sind. Es ist wichtiger, dass unser Herz funktioniert, als dass unser großer Zeh durchblutet wird.

Deshalb räumt der Körper der Versorgung aller wichtigen Organe den Vorzug ein und Arme und Beine werden nicht so gut durchblutet. Wir merken dies oft durch ein Kribbeln oder gar Brennen. Wärmen wir den Körper wieder auf, weiten sich alle Blutgefäße. Wenn wir unsere Blutgefäße als Muskeln betrachten, können wir uns vorstellen, dass sie durch die Einwirkung von Kälte darauf trainiert werden, sich zusammenzuziehen und wieder zu weiten. Das Risiko einer Gefäßerkrankung wird so minimiert.

Das Blut, dass durch unsere Blutgefäße fließt, besteht aus Plasma (55 %) und aus Blutkörperchen (45%). Es gibt drei Arten von Blutkörperchen. Rote, weiße und die Blutplättchen.

Die Plättchen sorgen bei einer Wunde dafür, dass sich diese wieder verschließen kann. Die roten Blutkörperchen nehmen den Sauerstoff in der Lunge auf und transportieren ihn zu den Organen. Unter dem Begriff der weißen Blutkörperchen sammeln sich verschiedenen Zellen. Sie verteidigen unseren Körper gegen Infektionen durch Fremdkörper. Es gibt Studien, die zeigen, dass Menschen die regelmäßig kalt duschen, mehr weiße Blutkörperchen besitzen. Was wiederum bedeutet, dass sie besser gegen Infektionen geschützt sind.

Kalt zu duschen hat also positive Effekte für den Körper, die man nicht leugnen kann.

Ein weiterer Effekt betrifft eher unser Inneres.

Wir sind Gewohnheitstiere, wie man so schön sagt und wir bewegen uns gern in unserer Komfortzone. Diese zu verlassen, kostet uns Überwindung und Kraft. Das zu trainieren, wird durch das kalte Duschen gefördert.

Die Überwindung den Wasserhahn von warn auf kalt zu stellen und sich dann mutig unter das fließende Wasser zu begeben, schult uns im Verlassen der Komfortzone. Ist es einmal geschafft, ist das Gefühl einfach nur grandios. Zu wissen, dass man a) etwas Gutes für seinen Körper getan hat und dass man b) seinen inneren Schweinehund überwunden hat, ist ein geiles Gefühl. Ich kann dir nur raten, es auszuprobieren!

Nachdem ich nun schon seit zwei Monaten jede Dusche mit einer Einheit Kälte abschließe, muss ich feststellen, dass es mir gar nicht mehr schwer fällt. Im Gegenteil, ich brauche mittlerweile das Gefühl des eiskalten Wassers auf meiner Haut und deshalb habe ich meinen Motvationsschrei „Keine Gnade!“ auch hinter mir lassen können. Ich musste das anfangs noch laut rufen, um mich wirklich davon zu überzeugen, dass es sein muss, mich eiskalt abzubrausen. Im Laufe der letzten Wochen hat sich der Anteil der Zeit, die ich mit dem kalten Wasser verbringe, kontinuierlich erhöht. Nach dem Duschen bin ich energiegeladen und neu sortiert.

Probier es aus! Teile deine Erfahrungen mit mir, sei auf Instagram dabei oder finde mich auf Facebook. (@susebepunkt)

Viel Spaß mit dem kleinen Kick!

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